En alta mar* oder die Kanaren II

*das ist spanisch und heißt: "Auf hoher See"

Heute ist also unserer erster Seetag. Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigt: Meer und noch viel mehr Meer :)

Kabine mit Meerblick


Nach einen kleinen Frühstück haben wir uns auf das Pooldeck zurückgezogen. Da wo es gestern Abend noch echt frisch war, ist es den Tag über - trotz bedecktem Himmel - superwarm. Tja und kaum 2 h später wurden die Liegen rund herum immer leerer ... da sind wir dann auch mal Essen gegangen.

Eigentlich wollten wir danach ja mal eine kleine Pause machen (Wovon eigentlich?), aber das Bordprogramm ist für Pausen nicht konzipiert.

Any Time Bar


Also haben wir uns aufgerappelt und sind in die Anytime-Bar geflitzt. Dort gab es nämlich einen Cocktail-Kurs. Erst selbst mixen - dann trinken. Was nicht im Programm stand, war das JEDER innerhalb dieses einstündigen Kurses drei Cocktails mixen darf/soll. Das war für uns Alle irgendwie eine kleine logistische Meisterleistung. Allerdings war der Kurs sehr lustig ... auch schon vor dem Alkohol. Wir waren eine kleine Gruppe sehr junger Leute und es war mal echt cool hinter einer professionellen Bar zu stehen. Und die Cocktails ganz ohne Messbecher zu mixen.

Und danach habe ich dann auch definitiv eine Pause gebraucht. Also habe ich mir ein ruhiges Fleckchen gesucht auf dem Außendeck gesucht und erstmal etwas Schlaf nachgeholt. Als ich aufgewacht bin, gab es noch einen wunderschönen Sonnenuntergang für uns.




Tja und dann war auch schon wieder Abendessens-Zeit. Da hatte ich mein Tagesziel gefunden. Ich will einfach nicht platzen! Auch wenn ich nicht viel gegessen habe und die Laufwege auf so einem Schiff echt nicht zu knapp sind, war mein Bauch doch ganzschön voll.

Wer jetzt denkt jetzt wäre schon Schicht im Schacht. Nix ist. Im Theatrium ist noch eine AIDA-Stars-Show. Und danach Shopping-Night und Adventsmarkt und und und...

Also jetzt brauch' ich eine Pause ... eine große Pause ...

Morgen geht es dann weiter. In aller Frühe. Ich freue mich schon. Ein bisschen ;)

In diesem Sinne: Gute Nacht!

El barco* oder die Kanaren I

* ist spanisch und heißt: "Das Schiff"

So .... nun geht es also mal wieder in Urlaub. Es ist zwar wieder im Winter, aber diesmal wollte ich in die Sonne. Und zwar nicht so ein bisschen, sondern so richtig. Und lange fliegen wollte ich auch nicht. Also was bleibt übrig? Richtig ... die Kanaren. Und weil wir uns irgendwie nicht entscheiden konnten ob nun Teneriffa, Gran Canaria oder doch Lanzarote haben wir einfach entschieden wir machen sie einfach alle drei. Also sitzen wir nun im Flieger nach Gran Canaria, wo heute Abend unser Schiff ablegt.




Gestartet ist unsere Reise zwar äußerst chaotisch, aber im Gegensatz zu sonst fliegen wir diesmal sehr lange über Land. Deswegen ist der der Blick aus dem Fenster soooo vielfältig und lässt mich den Stress im Vorfeld vergessen :)



Nun freue ich mich auf 24°C an unserem Ziel und versuche etwas den Schlaf nachzuholen ...

Nach ca. 4 Stunden Flug landen wir in Gran Canaria und ich stelle langsam fest, dass dieser Urlaub anders wird. Sehr anders. Von der kostenlosen Klatschzeitung am Terminal, über Sky-Shopping an Bord und die Landungsklatscher gab es alles was das Pauschaltourisenherz begehrt.




Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit auf unseren Koffer gewartet haben, ging der Bustransfer äußerst problemlos und zügig über die Bühne. Als der Busfahrer meinte wir müssen am Schiff dann noch einchecken schwante mir Böses. Nachdem Chaos das Condor am Morgen veranstaltet hat, wollte ich nur noch meine Ruhe. Aber es kommt ja oft Anders als gedacht. Und so wurden wir gleich nach dem Ausstieg aus dem Bus gleich mit Erfrischungsgetränken begrüßt. Und im Anschluss gab es mindestens zehn offene Check-In Schalter und ruckzuck konnten wir an Bord.


Die AIDAblu im Hafen von Gran Canaria

Nach einer kurzen Orientierungsphase an Bord sind wir noch kurz die Hafenpromenade entlang geschlendert um das Schiff noch einmal in Ruhe und in seiner ganzen Pracht zu sehen. Dann sind wir dann aber ganz hurtig zum Abendessen. Dazu werde ich sicher noch etwas mehr an deinem Seetag schreiben. Was ich aber bemerkenswert fand waren die großen runden Tische für 10 Personen. Das gehört hier wohl zum Konzept. Obwohl (meinem Gefühl nach) die meisten nur zu Zweit reisen, ist man durch diese Tische doch irgendwie gezwungen Kontakt zu anderen aufnehmen. Und auch, wenn es nach so einem langen Tag nicht gerade mein Traum war mit wildfremden Menschen Abend zu essen, war es doch sehr lustig.

Beleuchteter Sonnenschirm auf den Pooldeck


Beendet haben wir den Abend dann - nach der pflichtmäßigen Rettungsübung - auf dem Pooldeck. Das Schiff ist gegen 10 Uhr aus dem Hafen ausgelaufen und wir haben uns einen Cocktail gegönnt, uns in einen Strandkorb gesetzt und den Fahrtwind und den Blick auf die Lichter Gran Canarias genossen. Es war fast so schön, dass ich DJ Banjee auch den PUR-Remix verzeihen konnte mit dem er uns in unmenschlicher Lautstärke beschallt hat. Aber leider nur fast ;)

Morgen freue ich mich auf jeden Fall auf einen ruhigen Seetag. In diesem Sinne: Gute Nacht!

Tíma út* oder Rekjavik 2.2

* ist isländisch und heißt: "Auszeit"

Nach der gestrigen Bilderflut habe ich mir und meiner Kamera eine Auszeit gegönnt. Und wo geht das besser, als in der "Blauen Lagune". Die harten Fakten gibt es wieder hier: *klick*

Der Wetterbericht für heute war nicht sehr optimistisch. Ich irgendwie schon. Wolken sind nicht schön, aber da ist die blaue Lagune schon okay. Nur regnen soll es bitte nicht. Hat es auch nicht. Es hat GESCHNEIT! Mit Sturmböen bis zu 60 km/h. Es war Erlebnis. Nicht zwangsläufig schön und entspannend, aber ein Erlebnis.

Mit der Zeit hatten wir dann den Dreh raus, wie wir uns drehen müssen, dass der Wind nur von hinten peitscht. Jeder Blick zu Seite wurde sofort mit Schmerzen am Ohr und Nadelstichen auf der Haut belohnt. Und auch wenn es im Becken schön heiß war, haben wir es leider nicht so lange ausgehalten.






Wir haben noch ein paar Fotos gemacht, dabei versucht nicht wegzufliegen und dann sind wir ins Hotel. Nun hoffen wir darauf, dass die nächsten Tage besser werden oder zu mindestens wieder so wechselhaft, wie ich das von Island kenne ;).

Und weil mir die Bilder von meiner Mama heute richtig gut gefallen, und unsere Motive sich heute so garnicht überschneiden, gibt es heute noch eine Premiere in meinem Blog. Einmal Mama Bilder:







Und zum Abschluss noch einmal die ganz große Kunst. Man beachte bitte die sorgfältige Bildgestaltung, während es mich mit meiner Kamera einmal quer über die Ausichtsterrasse gegen die Wand gefegt hat ...






Sólskin* oder Rekjavik 2.1




*ist isländich und heißt:" Sonnenschein"


Eigentlich wollte ich mir nach dem gestrigen Chaos, heute einen kleinen Überblick über die Stadt verschaffen. Aber Gott sei  dank haben wir am Vorabend noch einmal das Wetter gecheckt. Heute soll der einzigste sonnige Tag in der Woche sein. Also haben wir uns entschieden die Golden Circle-Tagestour sofort zu machen. *Spoiler-Alarm* Beste Idee EVER!

Also morgens um 8 Uhr aus dem Bett und ran ans Frühstücksbuffet. Im Express.Modus den Magen gefüllt und an der Rezeption die Tour gebucht. Und schon eine Stunde später ging's los.

Im Dezember haben wir die gleiche Tour ja schon mal gemacht, dachte ich. Damals konnten wir aber aufgrund vereister Straßen nur 2/3 der Tour machen und der Nationalpark wurde ersatzlos gestrichen. Diesmal sah es besser aus. Schon morgens lachte uns die Sonne entgegen. Mit dem Bus ging es dann erstmal zu nach Osten in den Nationalpark Þingvellir.

Dieser Ort ist sowohl geologisch als auch historisch sehr bedeutsam. Zum einen wurde hier hier schon im 10. Jahrhundert gesetzgebende Versammlungen abgehalten. Damit zählt Island zu den Nationen mit den ältesten Parlamenten.

Zum anderen stoßen an diesem Punkt die tektonischen Platten von Eurasien und Nordamerika zusammen. Das ist wirklich beeindruckend, da man die Platten sehen kann und sogar dazwischen hindurchwandern kann.

 








 Nachdem uns der Bus eingesammelt hat - auch Tracy, aber das ist eine andere Geschichte ;) - ging es weiter zum Gulfoss. hier hat uns die Sonne leider kurzzeitig verlassen. Wer weiteres über den Wasserfall - oder besser die beiden Wasserfälle *hust* - lesen will, kann das hier tun:*klick*








Die nächste Station und letzte - so dachte ich - sollte die Geysir-Area sein. Auch hier hat sich in den letzten 3 Monaten ehr wenig getan ... deswegen für weiter Infos bitte hier entlang: *klick*
Einen großen Unterschied gab es dann schon. Während vor 3 Monaten hier alles vereist war und Schnee lag, zeigte sich heute - trotz dem in Island noch winter ist - ein wunderschönes Farbspiel.








 





Von dieser Station aus ging es dann zurück ins Hotel - dachte ich. Ich hatte mich aber am Morgen nicht ganz konkret ausgedrückt. Also hatten wir nicht die 8h-Tour sondern die 10h-Tagestour gebucht. Diese enthält auf dem Rückweg noch zwei weitere Stopps.

Also hielten wir zuerst in Skálholt. Historisch sicherlich sehr bedeutender Bischofssitz. Heute ehr unspektakulär, aber dennoch schon. Zu sehen gibt es hier eine Kirche und eine archäologische Grabungstelle.






Der letzte Punkt auf unserer Route war ein Heizkraftwerk, dass Reykjavik sowohl mit Strom, als auch mit heißem Wasser versorgt. Der Zeitplan sah 40 min Aufenthalt und eine Multimediashow über alternative Energien vor. Mir war das jetzt nach knapp 9 h Busfahrt mit Reiseleiter deutlich zu tourimäßig und deswegen haben wir uns entschieden die Zeit lieber in der Sonne zu genießen. Besonders beeindruckend fand ich an der Stelle den Kontrast aus der schwarzen Lava, dem reinweiße Schnee und dem blauen Himmel. Ein Traum fürs fotografieren.















Schon im Bus kam die Frage nach den Nordlichtern auf. Der Busfahrer erklärte uns das es heute "besonders" gut wäre. Ich war ja der Meinung, das ist nur geschickte Verkauftaktik. aber als wir in der Lobby ankamen, stand ein Schild auf dem Tresen, das uns 90% Wahrscheinlichkeit vorhersagte. Eigentlich wollte ich nicht noch eine weitere Tour machen, aber die Hotelangestellten erklärten uns, dass die Aktivität schon lange nicht mehr so hoch waren wie heute. Also gut. Ihr habt mich überredet.

Und was soll ich sagen. Es war wie auf dem Jahrmarkt. Gefühlt waren alle auf den Beinen um sich das Spektakel anzuschauen. Alleine unsere Tour (eine von vielen an diesem Tag) fuhr mit 3 Bussen Kolonne in die Wildins.
Aber die Show die wir zu sehen bekammen war Extraklasse. Die Nordlichter waren direkt über uns und spannten sich über das gesamte Blickfeld. Während der ganzen Zeit veränderten sie sich auch und die Intensität war wirklich stark. Es war Wahnsinn!