Gullni hringurinn* oder Rekjavik IV

16:18 photokraphy 0 Comments

* ist isländich und heißt: "Goldener Ring"

Da ich mir gewünscht hatte, auch noch etwas anderes als die Stadt zu sehen, haben wir gestern eine weitere Bustour gebucht. Von der Organisation her ist Island wirklich super. Wenn man irgendwo hin möchte, bekommt man in den unzähligen Touristinformation - oder wie wir in der Lobby - jederzeit eine Top-Auskunft. Auch auf Fragen, welche Tour besser ist (morgens oder abends - man beachte nur 5 h Licht pro Tag), ob es Einschränkungen mit dem Wetter gibt oder auch einfach persönliche Erfahrungen. Und die Infos natürlich in perfektem Englich. Immer. Überall.
Leider sind diese Busfahrten nicht sehr günstig, aber der Service ist Top. Dazu gehört zum Beispiel, dass man vor der Tour direkt im Hotel eingesammelt wird. Des Weiten ist bei jeder Tour ein Guide dabei, der einiges über das Land und Leute erzählt. Und als Sahnehäubchen, haben die Busse auch noch "Free WiFi".

Also stand heute die "Golden Circle Tour" oder zu deutsch die "Goldener Ring Fahrt" auf dem Plan. Das ist eine Rundfahrt zwischen der ersten Versammlungsstädte in Island (Þingvellir), dem Geothermalgebiet Haukadalur (Geysir Strokkur) und dem Wasser
Wasserfall Gullfoss - also theoretisch. Heute war zwar Sonnenschein vorhergesagt, aber das Wetter der letzten Tage hat doch dazu geführt, das die Straße zum Nationalpark gesperrt war. Deswegen wurde die letzte Station leider gestrichen, was aber völlig okay ist. Man lebt hier einfach mehr mit den Launen des Wetters und legt sehr viel wert auf Sicherhei.

Zuerst ging es in die "Geysir-Area". Hier gibt es mehrere heiße Quellen und Geysire.Der wohl bekannteste ist der Strokkur, da er zuverlässig alle 10 min ausbricht. Der Weg zum Ziel, war mal wieder eine einzige Rutschpartie. Was ich vorher nicht bedacht hatte, so ein Urlaub im Island ist vor allem eins ... eine Konzentrationsübung. Wichtig ist immer die Hände frei zu haben und die Schritte sehr überlegt zu machen, denn unter jedem Schneerest kann eine Eisscholle sein. Bis jetzt bin ich damit gut gefahren ...

Schon auf dem Weg wird man von Rauchschwaden empfangen. Ein sehr beeindruckendes Bild. Auch faszinierend ist, dass trotz sehr kalten Außentemperaturen, das Wasser in den Bächlein immer noch 80-100°C haben. Der Forscher in mir wollte das sooo gerne überprüfen. Hab dann aber nach kurzem nachdenken eingesehen, dass es eine dumme Idee ist mit eiskalten Fingern in kochendes Wasser zu packen. Was leider kein Bild vermitteln kann ist der allgegenwärtige Schwefelgeruch *räusper*.


Rauchschwaden

Es ist 13 Uhr (!) und die Sonne zeigt sich

Strokkur in Ruhe ...

... und Action!

Man beachte bitte die gefrohrenen Wassertropfen an den Grashalmen *hach*



Selbstgenähte Mütze im Dauereinatz



Die Stunde Aufenthalt verging wie in Flug und wir wurden wieder in den Bus verfrachtet und ab zum Wasserfall "Gullfoss". Der Tourguide wird und noch freundlich drauf hin, das es eventuell etwas kälter sein könnte als vorher. Ich sag mal ...geringfügig. Weil ich die Handschuhe nicht sofort angezogen habe dachte ich mir die Hände fallen ab ... aber das Panorama, das dann folgte entschädigte uns.



Man beachte die Schneeverwehungen ...

Oh Island, deine Bänke ;)
 

Sunset

Strukturen im Schnee

Für den besseren Überblick ein kleines Video ... und bevor ich es vergesse ... natürlich kann ich die Kamera ruhig halten, aber bei dem Wind einfach unmöglich ...


video



Auch hier war die Zeit viel zu knapp. Besonders hätte ich mich stundenlang mit Schatten, Schneestrukturen und der untergehenden Sonne beschäftigen können. Gegen Ende fand ich auch den Wind nicht mehr soooo schlimm.

Mit dem Bus ging es dann wieder zurück in die Hauptstadt. Unterwegs hat uns die Reiseleiter in mit Infos und Geschichten gefüttert. Schon im Flieger hab ich gelesen, dass die meisten Isländer an die Existenz von Elfen glauben. Dazu gibt es eine schöne Geschichte. Auf unser Reiserute, lag an Fuße eines Berges eine kleine Hütte. Der Legende nach gehört die Hütte einem Mann, der hier seine unbeliebte Schwingermutter untergebracht hat. Er hoffte, dass einer der herabfallenden Felsen sein Problem lösen würde. Doch obwohl das Haus von Steinen umgeben ist, wurde es nicht getroffen. Deswegen glauben sie Isländer, dass dieses Gebiet - und speziell das Haus - von Elfen beschützt wird.

Apropo Elfen ... wie gestern versprochen habe ich auf dem Nachhauseweg einen von den Weihnachskreaturen erwischt. Darf ich vorstellen: Bjúgnakrækir - der Wurststibizer (deswegen angelt er auch nach den Würsten) ;)


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